Rundwanderung Hammelbach - Alt-Lechtern - Tromm - Litzelbach | ...0.4km bis hier 0.4km | Wir starten die Quellenwanderung H10 in der Ortsmitte von Hammelbach, wo wir der Markierung in die Schulstraße folgen. Wenige Meter später biegt der Wanderweg rechts ab und führt uns zur gotischen Kapellenruine.
| | Kapellenruine Hammelbach Hammelbacher Kapellenruine Von der Hammelbacher Kapelle am Eingang zum Friedhof steht heute nur noch der dreiseitig begrenzte Chorraum. Das Rosettenfenster und Ansätze eines Kreuzrippengewölbes des gotischen Bauwerks weisen auf eine Erbauungszeit im 14./15. Jahrhundert hin. | ...0.5km bis hier 0.9km | Weiter geht es vom Friedhof an den Ortsrand von Hammelbach, wo wir kurz drauf die Weschnitzquelle erreichen.
| | Weschnitzquelle bei Hammelbach Weschnitzquelle Der Ursprung der Weschnitzquelle ist nicht eindeutig belegt. Sicher ist, dass der 60 Kilometer lange Fluss mehrere Quelläste hat, von denen einer in Hammelbach und ein anderer im benachbarten Weschnitz entspringt. Die Weschnitz durchfließt das Weschnitztal im Odenwald mit den Ortschaften Fürth, Rimbach, Mörlenbach, Birkenau, wo sie durchs Sechs-Mühlen-Tal nach Weinheim führt. Von dort fließt sie durch die Rheinebene und mündet schließlich bei Biblis in den Rhein.
Die Weschnitz ist nach einem keltischen Flussgott benannt. Das Weschnitztal ist eines der Haupttäler und Zugangswege zum Odenwald.
Die Weschnitzquelle in Hammelbach ist gefasst und als Grillanlage angelegt. Man findet hier ebenso ein Tretbecken, das mit dem Quellwasser gespeist wird. | ...8.2km bis hier 9.1km | Waldschneise Etwa 200 Meter hinter der Weschnitzquelle zweigt die H10 links auf einen Wiesenpfad ab, der nach einem kurzen Anstieg in ein Teersträßchen mündet. Hier wandern wir nun rechts mit schönster Aussicht auf Hammelbach, das hinter uns liegt, auf dem Klangweg. Klang-Installationen am Wegesrand werden vom Wind angeschlagen oder laden zum Musizieren ein. Wir wechseln in ein Waldstück, in dem wir den Eselsstein umrunden. Der gut markierte Quellenweg H10 bringt uns wieder aus dem Wald hinaus zum Waldgasthaus Alt-Lechtern. An der Zufahrtstraße angekommen biegen wir links ab und folgen der H10 wieder in ein Waldstück. Wir steigen sanft bergan und haben etwas später wieder freie Sicht auf Hammelbach. Wir wandern auf den Ort zu, zweigen dann aber rechts ab und machen uns an den Aufstieg zur Tromm. Nachdem wir wieder in ein Waldstück gewechselt sind, wandern wir auf einem schönen Naturpfad bis an eine Wegkreuzung, an der das Brandschneiderskreuz steht.
| | Brandschneiders Kreuz Brandschneider-Kreuz An einer Wegkreuzung auf der Tromm stand ursprünglich das Brandschneider Kreuz, von dem nur noch der Sockel übrig ist. Vermutlich wurde es um 1500 errichtet und erinnert an das tragische Schicksal des Brandschneiders. Dieser wollte in einer Vollmondnacht dem magischen Treiben einiger Hexen zusehen. Um sich vor deren Zauber zu schützen, kauerte er sich unter eine Egge. Offensichtlich wirkte der Gegenzauber nicht, denn er sollte diese Nacht nicht überleben. Die Sage, die wohl von den erotischen Phantasien der Zeitgenossen genährt wurde, erzählt, die Hexen hätten ihn auf ihren Besen zu Tode geritten. Wie dem auch sei - heute erinnert ein 1975 aufgestelltes Eisenkreuz sowie ein später installiertes Steinkreuz mit einer Egge an diese Schauergeschichte aus dem Odenwald. | ...5km bis hier 14.1km | Hammelbach Vom Brandschneiderskreuz gehen wir noch ein Stück vor bis zu einer Teerstraße, wo wir uns links halten. 150 Meter später wandern wir mit der H10 rechts einen schönen Wiesenweg bergab. An einer Schneise entlang steigen wir hinunter bis zu einer Tannenschonung und kommen nach einem Links-Rechts-Schwenk an den Ortsrand von Litzelbach. Wir durchqueren den Ort auf der Ortsstraße und biegen danach rechts ab. Der Quellenweg führt uns nun hinunter zum Hammelbach, den wir überqueren. Wir halten uns links, wandern zunächst parallel der Landstraße und später 150 Meter am Rand der Straße, bevor wir den Bach erneut überqueren. Gleich rechts dahinter weist und die H10 auf einen schönen Waldweg entlang der Bachauen des Hammelbachs. Nach 300 Metern zweigt ein schmaler Pfad nach rechts vom Hauptweg ab. Er führt über eine Holzbrücke auf die andere Seite des Bachs und weiter zum Kalten Brunnen (Abstecher 100 Meter).
| | Der Kalte Brunnen Der kalte Brunnen Der Kalte Brunnen an der Landstraße zwischen Hammelbach und Litzelbach ist der einzige natürlich Springbrunnen im Odenwald. Er spritzt bis zu fünf Meter hoch in einen kleinen, natursteingefassten Tümpel. Bei anhaltenden Minusgraden bilden sich um die Anlage herum malerische Eisformationen.
Der Springbrunnen funktioniert nach dem hydraulischen Prinzip, wonach in einem geschlossenen Röhrensystem das Wasser fast bis auf das Niveau des Zuflusses steigen kann. Der Zufluss des Springbrunnens ist eine 20 Meter höher liegende Quelle. Der kalte Brunnen wurde von der Hammelbacher Ortsgruppe des Odenwaldklubs 1905 fertiggestellt. | ...0.6km bis hier 14.7km | Zurück auf dem Hauptweg haben wir es nur noch ein kurzes Stück bis nach Hammelbach. Am Schwimmbad gehen wir rechts und gleich wieder links und gelangen so wieder zum Parkplatz und ins Ortszentrum, wo wir die Quellenwanderung begonnen haben. |
| Weitere Wandertouren in der Region Fürth |